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28. März 1926: BVB-Aufstieg in die höchste Spielklasse

„Aufstieg! Endlich haben wir es geschafft! Den Meistertitel des Kreises Mark haben wir uns nun endgültig erkämpft!“

Mit diesen Worten feierte Heinz Schwaben, der Nachfolger des legendären BVB-Präsidenten Franz Jacobi, in der „Aufstiegs-Nummer“ der Vereinszeitung das Erreichen der 1. Ruhrbezirksklasse Gruppe Dortmund -Gelsenkirchen, also der damals höchsten deutschen Spielklasse. Damit war der BVB zum ersten Mal in seiner Geschichte erstklassig geworden. 

Hießen die Gegner bislang Viktoria Dortmund, SV Wanne, Westfalia Herne und Hörder SC, so spielten die Schwarz-Gelben in der Saison 1926/27 gegen Schalke 04, Union Gelsenkirchen oder den DSC 95, Dortmunds erstem Fußballclub überhaupt.

Den letzten und entscheidenden Sieg auf dem Weg zum Aufstieg errangen die Mannen vom Borsigplatz am 28. März 1926 in der Partie gegen Viktoria Dortmund, die mit 5:1 deutlich gewonnen wurde. 1.500 Fußball-Begeisterte waren zum Borussia-Sportplatz gekommen, um den Sieg und damit den Aufstieg in die Erstklassigkeit mitzuerleben.

Der BVB bestritt die Partie mit Kniprath, Jakubowitz, Kopacki, Weih, Hagedorn II, Schlabbers, Fischer, Zeitzer, Weiß und Wolf.

Herausragende Akteure waren Karl Hagedorn, der Strafstoßspezialist, Torwart Kniprath, die Außenstürmer Fischer und Zeitzer und  der gefährliche Weiß.

Im Verlaufe des Spiels wurde die Partie immer härter, teilweise brutal. Das Ergebnis: Borussias Weiß musste wegen „unsportlichen Benehmens“ vorzeitig in die Kabine.

In der 1. Ruhrgebietsklasse erging es dem BVB, der auf vielen Positionen neu formiert wurde, denkbar schlecht. Mit dem vorletzten Tabellenplatz musste man die Erstklassigkeit ad acta legen und fand sich 1927 in der 2. Bezirksklasse Dortmund wieder. Der Vorstand um Heinz Schwaben hatte den Clubs der umliegenden Gemeinden die besten Spieler weg gekauft. Das ging in die viel zitierte „Hose,“ Die Neuen - alles aus ihrer Sicht Führungsspieler – passten sich weder an noch in das Mannschaftsgefüge ein. Hohe Niederlagen wie 0:7, 0:9, 1:9 oder 2:7 waren die Folge. Das brachte umgehend den Abstieg.

Danach gab es eine Zäsur beim BVB, ein echtes Umdenken. Künftig wurde nicht mehr wild „eingekauft“, sondern man setzte auf die eigene Jugend und führte die talentiertesten Jung-Akteure an die 1. Mannschaft heran.

Das trug Früchte und sorgte auch dafür, dass sich die BVB-Mitglieder und die 1. Mannschaft als Einheit sahen, die willens war, ihrem Club durch Dick und Dünn zu folgen und zu ihm zu stehen.

Ihre Erstklassigkeit erkaufte sich der BVB im wahrsten Sinne des Wortes teuer. Man hatte Versicherungspolicen mit 12.000 Reichsmark beliehen und damit die wagemutige Einkaufspolitik finanziert. Danach war man fast pleite und konnte das Geld nicht zurückzahlen.

Um den Bankrott des BVB zu verhindern, griff Präsident Heinz Schwaben, ein Mann der Dortmunder Wirtschaft, tief in die eigene Tasche, bewahrte seinen Club vor dem entscheidenden Gang zum Amtsgericht  und wurde so zum ersten Retter des BVB.

 

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